Allgemeine technische Informationen

Der Aufbau einer Glühlampe

Eine Glühlampe wandelt elektrische Energie in Strahlungsenergie um. Das sichtbare Licht entsteht durch Erwärmung des als Widerstand fungierenden Wendels auf Strahlungstemperatur.

Da Glühwendeln nicht in sauerstoffhaltiger Atmosphäre betrieben werden können, müssen sie in einem vakuumversiegelten oder gasgefüllten Glaskolben eingesetzt werden. Das Vakuum fungiert als Isolator und hält die hohe Wendeltemperatur aufrecht.

Die in der Subminitaturglühlampenfertigung benutzten Basismaterialien sind Bleiglas, Wolfram, Molybdän und Stromzuführungsdrähte. Das weiche Bleichglas ist einfach zu bearbeiten und ist temperaturbeständig bis zu 370° Celsius. Als Stromzuführungen werden vorwiegend Kupfermanteldrähte eingesetzt, die aus einem Nickel-Eisen-Kern mit einem Kupferüberzug bestehen. Aufgrund der sehr ähnlichen Temperaturkoeffizienten von Bleiglas und Kupfermanteldraht ergibt sich eine exzellente vakuumdichte Verschmelzbarkeit. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um ein hohes Vakuum zu erhalten, das wiederum die Zuverlässigkeit einer Lampe, lange Lebensdauer und Lichtstabilität garantiert.

Wegen seiner geringen Verdampfungsrate bei Glühlampentemperaturen und seinem hohen Schmelzpunkt (3655 K) wird Wolframdraht für die Herstellung der Wendel verwendet.

Da unterschiedliche Reinheitsgrade und Strukturen von Wolframdrähten existieren, trifft Oshino Lamps eine sorgfältige Auswahl, um nur qualitativ hochwertige, fein gezogene Drähte zu verwenden, die maximale Lebensdauer und Zuverlässigkeit auch unter Schock und Vibration gewährleisten.

Die Glühung des Wolframwendels ist eine der kritischsten Faktoren bei der Lampenherstellung. Die richtige Glühung verhindert das Durchhängen des Wendels, Wendelverwerfungen und frühzeitigen Wendelbruch.

Molybdän wird - falls erforderlich - für die Wendelhalterdrähte und als Kerndraht für die Spiralisierung verwendet.

Oshino Lamps Subminiaturglühlampen gehören der Kategorie "T" an. Der Buchstabe "T" (tubular) bezeichnet einen tubusförmigen Glaskolben im Gegensatz zu "G" (kugelförmig). Die Zahl nach dem "T" steht für den Durchmesser in 1/8 Zoll-Schritten (T1 = 1/8 Zoll = 3,175 mm).

Oshino Lamps verwendet bei der Lampenherstellung die Technik der Perleinschmelzung, die anderen Methoden wie der Perlfußverschmelzung weit überlegen ist.

Vorteile der Perleinschmelzung sind:
  • Mechanische Festigkeit der Einschmelzstelle, dadurch Vermeidung von Luftziehern während der Fertigung oder bei der späteren Verarbeitung der Lampe (z.B. Biegen der Lampendrähte), da die Drähte nicht aus der dünnen Glaswand wie bei der Perlfußverschmelzung austreten.
  • Planes Lampenende vereinfacht den Einbau und das Zentrieren der Lampe zu Referenzebenen.
  • Mehr Volumen bei gleichen Lampenlängen ergibt besseres Vakuum und mehr Raum für die Montage von zuverlässigen Hochvoltwendeln.
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